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BRINK - DIE REVOLUTION DER EGO-SHOOTER?

gamescom gepostet von Lyc am 26.08.2009 um 01:22 Uhr
 
Eigentlich müsste man schon darauf kommen, dass Brink kein normaler Shooter werden kann, wenn man hört, dass es von Bethesda entwickelt wird. Schließlich haben die Jungs schon mit Oblivion bewiesen, dass sie Meister des modernen RPGs sind, und spätestens seit Fallout 3 sollte jedem klar sein, dass auch Shooterfans vor Bethesdas frischen Ideen nicht sicher sind. In Zusammenarbeit mit den Enemy Territory Machern Splash Damage steht uns mit Brink nun im Frühjahr 2010 auf allen Systemen ausser der Wii ein ganz besonderes Stück FPS-Geschichte ins Haus, das unter Umständen das ganze Genre für immer verändern könnte.


WELCOME TO THE ARK!


Die Geschichte von Brink findet rund um die sogenannte "Ark" statt - eine Art schwimmende Megametropole mitten im Ozean. Die Ark wurde ca. im Jahre 2025 eröffnet, und diente ursprünglich als eine Art gigantisches ökologisches Experiment. Doch als der Rest der Welt durch die zunehmend steigenden Meeresspiegel dahingerafft wird, erreichten immer mehr Flüchtlinge vom Festland die künstlich aus hunderten Inseln zusammengesetzte Stadt.

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Die Ark - die letzte Rettung der Menschheit?
25 Jahre nach der Eröffnung ist von der schönen, neuen Welt nichts mehr übrig. Inzwischen wurde die Ark nämlich vom Rest der Welt abgeschottet, und die Bevölkerung ist in zwei Gruppen zerfallen: Während die Security - die ursprüngliche Bevölkerung der Stadt - immernoch bemüht ist, die Ordnung wiederherzustellen und einen auf Ritter des Rechts macht, hat sich die Resistance - bestehend aus Flüchtlingen - weitestgehend mit der Situation abgefunden, und versucht in den Containertürmen des ehemaligen Güterhafens eine Art neues Super-Punkparadies zu erschaffen. Dass das wiederum der Security nicht besonders in den Kram passt, sollte selbsterklärend sein.

Und so verwickeln sich beide Fraktionen immer wieder in harte Kämpfe, sei es aufgrund ihrer unterschiedlichen Sichtweise darauf, wie sich die Zukunft der Ark zu gestalten hat, oder wegen mangelnder Ressourcen. Die genaueren Hintergründe um die Geschichte der Ark, und die Frage, was sich in einem gruselig leuchtenden Container im Hafen verbirgt, wird der Spieler erst im Laufe der Ballerei erfahren, wie sich das gehört!


FUSION DER KONZEPTE


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Die Level in Brink füllen sich dynamisch mit neuen Spielern.
Vorweg sei zum Gameplay gesagt, dass Brink kein einfacher Singleplayer-Shooter ist, sondern viel mehr ein Kombination mehrerer Spielsysteme. So startet man zu Beginn einer Mission allein in ein Level, dass sich - wenn man dies denn möchte - im Laufe der Zeit zunehmend mit realen Spielern füllt, die Mann für Mann die Bots im Level ersetzen.

So werden dynamisch erzeugte Koop-Games ermöglicht, genau wie Deathmatches und alle anderen bekannten Modi aus Multiplayer-Shootern. Diese sind allerdings nicht wie sonst klar voneinander getrennt, sondern in die Story und die jeweilige Mission eingebettet.

Aber damit nicht genug: Im Gegensatz zu anderen Shootern steuert man in Brink keine anonymen, immergleichen Soldaten durch die Spielwelt, sondern bastelt sich einen schicken, persistenten Charakter, der sich - wie in einem MMO - stetig weiterentwickelt. Im Prinzip ist Brink somit gar kein Shooter mehr, sondern teil des neuen Genres der Role-Playing Shooter. Dabei vereint es allem Anschein nach das Beste aus beiden Welten.


ACTION-SHOOTER AT ITS BEST!



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Selten war man in einem Shooter so agil wie in Brink.
Der Shooterpart glänzt mit Bewegungsfreiheit alá Mirrors Edge, und lässt den Spieler per kontext-sensitivem Smart-Button akrobatische Meisterleistungen vollbringen. So hüpft man, wenn man ein wenig nach oben sieht und den Smart-Button drückt, schonmal lässig über eine Absperrung, oder grätscht - bei gesenktem Blick - lässig unter selbiger hindurch.

Um das Ganze ein wenig zu vereinfachen werden dem Spieler kleine Hinweise angezeigt, welche Aktion bei der aktuellen Blickrichtung beim Drücken des Smartbuttons ausgeführt werden würde.

So ist die Welt von Brink eigentlich frei von Barrieren, die uns in Shootern sonst oft den Weg in andere Teile des Levels versperrten. Merke: Wenn etwas so aussieht als könnte man auch in echt irgendwie da rüber kommen, wird es auch in Brink möglich sein. Schließlich war es schon immer affig, dass ein Supersoldat an so lächerlichen Hindernissen wie einer Treppenbrüstung einfach hängen bleibt, statt sie mit einem seitlichen Bocksprung einfach zu umgehen.


CHARAKTERGESTALTUNG DELUXE


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Einfach nur lässig: Der Look der Chars setzt sich schlüssig aus realen und überzogenen Comic-Elementen zusammen.
Schon bei der Charaktererstellung wird einem klar: Verdammt, das ist ein waschechter RPS! Und zwar wenn man realisiert, dass schon die Wahl zwischen den drei zur Verfügung stehenden Körpertypen das Spiel nachhaltig beeinflussen wird. Schnappt man sich den muskelbepackten Ersatz-Schwarzenegger, so nimmt man in Kauf eine ganze Ecke unflexibler und schwerfälliger zu sein. Dafür ist man in puncto Kraft und Tragfähigkeit ganz vorne dabei, und kann auch ordentlich was einstecken. Spielt man hingegen einen schmächtigen, sportlichen Typen, so ist man zwar ein wenig das Blatt im Winde, kann aber dafür exzellent turnen, hüpfen und klettern. Natürlich gibt es als dritten Typ noch das ausgeglichene Mittelmaß dieser Fähigkeiten. Das Ganze spiegelt sich wieder in unterschiedlichen Charakterwerten, die mit Levelaufstieg besser werden.

Geht man nach der Körpertypauswahl über zur optischen Gestaltung des Chars, so bekommt man zu spüren, das man noch ein ziemlicher b00n ist: Am Anfang hat man lediglich die Wahl zwischen einer paar Standard-Rüstungen und Outfits. Schlägt man sich jedoch tapfer durch die Welt und sammelt durch Abschüsse fleißig Erfahrung, so steht einem schon bald ein beeindruckendes Arsenal aus lässigen Klamotten und abgefahrenen Accessoires zur Verfügung, das eine Menge Freiheiten bei der Charaktergestaltung bietet. Besonders die Rüstungen sehen hierbei ganz schön cool aus, da diese von beiden Fraktion aus auf der Ark vorhandenen Ressourcen gebastelt werden mussten. Da sind Schulterstücke aus Reifen, oder Panzerungen aus Nummernschilder nur der Anfang.


DYNAMISCHE KLASSENWAHL


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Jede Klasse hat ihre individuellen Vor- und Nachteile, eigenes Equipment und spezielle Fähigkeiten.
Auch in den Mission selbst findet sich das Rollenspiel-Element wieder, und wurde ziemlich genial integriert. An Command Consoles kann der Spieler einmal zu Anfang jeder Mission und auch an bestimmten Stellen im Verlauf derselbigen zwischen verschiedenen Klassen wählen. Derzeit stehen Soldier, Engineer, Medic und Spy zur Auswahl. Die Klasse gibt hierbei an, welche Fähigkeiten und Schießeisen man mit in den Kampf nimmt. Als Beispiel sei hier der Engineer genannt, der in der Lage ist kaputte Technik in der Welt wieder in Gang zu setzen, die Waffen seiner Kollegen vorrübergehend aufzuwerten, und Geschütz- türme zu errichten. Der Soldier hingegen ist mehr die Kategorie HaufDrauf, und besitzt mit Waffen wie dem Granatwerfer eine gewaltige Durchschlagskraft, und kann seinen Teamkollegen ausserdem Feuerschutz geben. Und das sind nur zwei der möglichen Spielweisen in Brink.


LIVE-QUESTING ALÁ CARTE


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Ständig neue Quests halten den Spieler auf Trab.
Aber damit nicht genug. Neben den Klassen bietet Brink tatsächlich auch etwas, dass eigentlich nur echte RPGs in petto haben: Quests! Je nach Klasse und aktueller Situation kann der Spieler ein Questmenü aufrufen, und aus verschiedenen aktuell verfügbaren Aufgaben auswählen. So kann es als Soldier z.B. eine Quest sein, einen gegnerischen Soldaten zu verwunden und dann eher unsanft (nämlich per Elektroschocker) zu befragen. Hat man diese Mission dann erfüllt, und der Befragte unter Umständen das Zeitliche gesegnet, so kann die Quest auftauchen sich seiner Klamotten zu bemächtigen, um getarnt noch mehr über die Gegner herausfinden zu können.

Als Engineer hingegen könnte eine Mission z.B. sein den kaputten Kran vor Ort zu reparieren, um den mobilen Roboterpanzer des eigenen Squads über ein Hindernis heben zu können. Sollte der Engineer diese Mission annehmen, so taucht bei den Mitspielern wiederum die Mission auf, den Engineer bei seinen Tätigkeiten zu beschützen. So kann der Spieler jederzeit aus einer Reihe von Herausforderungen wählen, und sich durch erfüllen derselbigen einen Haufen zusätzliche Erfahrungspunkte verdienen. Und das alles mitten im Kampfgetümmel des aktuellen Matches. Für Abwechslung ist also bei Weitem gesorgt.


LÄSSIGER NEUER LOOK


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Gestochen scharfe Optik: Brink ist verdammt sexy.
Ausserdem sei an dieser Stelle unbedingt noch erwähnt, dass die Welt von Brink verdammt cool aussieht. Auf der einen Seite präsentiert sich die Ark in gestochen scharfer Optik, von den sauberen Hallen der Hauptgebäude, bis zu den rostigen Containerstädten der Flüchtling. Die Chars wiederum glänzen mit einer stilisierten Mischung aus Comic und Real-Look und sehen dabei verdammt cool aus. Beides zusammen fügt sich - dank der mehr als mächtigen Engine hinter dem Spiel - zu einem traumhaften Gesamtbild zusammen. Kurz: Die Grafik von Brink sieht einfach rattenscharf aus, und ich habe schon jetzt Angst bald wieder eine neue Grafikkarte aus dem Laden tragen zu wollen. Das Ding treibt Grafikfetischisten nämlich eindeutig die Tränen in
die Augen, und will auf jeden Fall in voller Pracht erlebt werden.


DER TEASER





FAZIT


Wir haben also eine super Charaktererstellung, flexibel wechselbare Klassen, sich dynamisch anpassende Quests, ein kombiniertes Single- und Multiplayersystem, den Smartbutton für räumliche Freiheit und ein ziemlich abgefahrenes Szenario mit einem ganz eigenen Look. Was will der geneigte RPS-Fan mehr!? Achja! Brink wird zudem auch noch gleichzeitig für PS3, XBox360 und PC entwickelt, um schlechte Portierung zu vermeiden, und allen ein großartiges Spielerlebnis zu bieten.

Mehr bleibt nicht zu sagen zu Brink, ausser das Bethesda hier nach Fallout 3 nun endgültig die Großoffensive des neuen RPS-Genres gestartet haben, und vielleicht schon bald ein neues Zeitalter der Shooterspiele einläuten werden. Merkt euch den Namen Brink, ich vermute er wird spätestens im nächsten Frühjahr in aller Munde sein.
geschrieben von Lyc  
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